Gemeinsam gegen den Krebs – die Onkologischen Spitzenzentren

Das CCC-Programm der Deutschen Krebshilfe

Im Jahr 2007 richtete die Deutsche Krebshilfe ihr Programm zur Förderung und Initiierung von 'Onkologischen Spitzenzentren' in Deutschland ein mit dem Ziel einer flächendeckenden Patientenversorgung auf höchstem medizinischen Niveau und nach aktuellem onkologischen Wissensstand.

Als Vorbild dienten die „Comprehensive Cancer Center (CCCs)“ in den USA. Die Vorgabe an die Zentren, die seitdem durch eine internationale Gutachterkommission ermittelt werden: Versorgungsstrukturen und -abläufe weiterzuentwickeln, mit umliegenden Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten, insbesondere Onkologischen Schwerpunktpraxen, eng zu kooperieren sowie die Krebsmedizin durch innovative onkologische Forschung voranzubringen.

Nach dem Verständnis der Deutschen Krebshilfe sollen die in den CCCs erzielten Fortschritte bundesweit allen onkologischen Versorgungseinrichtungen - wie den von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten 'Klinischen Onkologischen Zentren' und 'Organkrebszentren' - zugänglich gemacht werden, so dass alle Krebspatienten rasch von diesen profitieren. Aktuell fördert die Deutsche Krebshilfe dreizehn Spitzenzentren. Sie hat bisher 127 Millionen Euro aus den ihr aus der Bevölkerung anvertrauten Spendengeldern in das Förderprogramm investiert.

 

Das Netzwerk Onkologische Spitzenzentren

Der Patient im Mittelpunkt

Auf Initiative der Deutschen Krebshilfe hat sich das Comprehensive Cancer Center (CCC)-Netzwerk am 03. Juli 2009 als Verbund der Onkologischen Spitzenzentren konstituiert. Es führt die Aktivitäten des im Jahr 2006 vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg ins Leben gerufenen Forums „Comprehensive Cancer Center (CCC)-Initiativen Deutschland“ fort und weitet diese noch aus.

Expertise bündeln

Das CCC-Netzwerk bündelt die Expertise, die Interaktionen und die Außendarstellung der von der Deutschen Krebshilfe geförderten Onkologischen Spitzenzentren. Die dadurch erzielten Synergien sollen helfen, tragfähige Konzepte zu erarbeiten, um die onkologische Patientenversorgung und die kliniknahe Krebsforschung zu verbessern

Neue Impulse für die translationale Forschung

Vordringliche Aufgabe des CCC-Netzwerks ist es, Impulse in der translationalen Krebsforschung zu setzen, um neue Erkenntnisse schnell und effektiv in klinische Anwendungen zum Wohle der Krebspatienten zu überführen. Deutschlandweit sollen darüber hinaus Strukturen und Qualitätsstandards für die interdisziplinäre onkologische Patientenversorgung kontinuierlich verbessert werden. Insbesondere sollen allen onkologischen Zentren des Landes die im Netzwerk erarbeiteten Fortschritte und abgestimmten Standards in allen Aspekten der onkologischen Versorgung, Forschung, Früherkennung und Prävention zugänglich sein.

Verschiedene Arbeitsgruppen

Die verschiedenen Arbeitsgruppen des CCC-Netzwerks bearbeiten spezifische Fragestellungen: Sie arbeiten beispielsweise zu den Themengebieten Standard Operating Procedures (SOPs), Gewebebanken oder Psychoonkologie. Neben Vertretern der von der Deutschen Krebshilfe geförderten Onkologischen Spitzenzentren können auch weitere Experten zur Mitarbeit in den Arbeitsgruppen eingeladen werden.

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